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Alternativen sind machbar!

Als Beschäftigte sollen wir für immer weniger
Geld immer mehr leisten - als Erwerbslose werden wir gedrängt, mit
Ein-Euro-Jobs ohne Perspektive auf Weiterbeschäftigung die Lücken zu
füllen, die die Streichung öffentlicher Mittel gerissen hat und
ständig weiter reißt. Diese Gesetze sind von Menschen gemacht und
können geändert werden!
Was bedeuten Ein-Euro-Jobs konkret?
- Ein-Euro-Jobs sind Zwangsmaßnahmen für
Arbeitslosengeld II-BezieherInnen. Wer einen solchen Job angeboten bekommt
und ablehnt, wird mit einer Kürzung des Regelsatzes des Arbeitslosengeldes
II um 30 % sanktioniert. Menschen unter 25 Jahren erhalten gar keine
Zahlungen mehr-sie erhalten Lebensmittelgutscheine und die Miete wird
direkt an die VermieterIn gezahlt.
- Ein-Euro-Jobs sind kein
sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis (weder Renten- noch
Arbeitslosenversicherung); sie berechtigen also auch nicht zum Erhalt von
Arbeitslosengeld nach der Maßnahme
- Ein-Euro-JobberInnen haben keinen Anspruch auf
betriebliche Sozialleistungen. Es besteht kein Anspruch auf
Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, noch Kündigungs- und Mutterschutz und
kein Vertretungsrecht durch Personal- bzw. Betriebsrat.
- Ein-Euro-Jobs bringen den JobberInnen 1 € pro
Stunde Mehraufwandsentschädigung (MAE) für im Regelfall 30 Stunden Arbeit
und fünf Stunden Qualifizierung. Bei unter 25jährigen und MigrantInnen
soll der Qualifizierungsanteil höher sein. Die MAE wird allerdings
überwiegend nur für die Arbeitszeit, nicht für die Qualifizierungszeit
bezahlt. Dazu kommt die Erstattung des Fahrgeldes und eine
Beständigkeitsprämie in Höhe von 30,- Euro alle drei Monate; tägliche
Anwesenheit vorausgesetzt.
- Ein-Euro-Jobs beinhalten einen Urlaubsanspruch
von zwei Tagen pro Monat
- Ein-Euro-Jobs enden nach sechs Monaten. Eine
Verlängerung um weitere sechs Monate ist möglich und in Bremen inzwischen
fast an der Tagesordnung. In dieser Zeit taucht die JobberIn nicht in der
Arbeitslosenstatistik auf.
- Ein-Euro-Jobs werden komplett von der Agentur für
Arbeit finanziert. Die Träger erhalten mind. 500,- Euro/Monat, wovon die
JobberIn, die Qualifizierung und der Verwaltungsaufwand bezahlt werden. So
entstehen keine eigenen Kosten.
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Würde die Agentur für
Arbeit die monatlichen Aufwendungen für vier Ein-Euro-Jobs in drei
versicherungspflichtige Arbeitsplätze investieren, hätten die
Beschäftigten ein armutsfestes Netto-Einkommen
von
ca. 1100,- Euro monatlich.
Erwerbslose werden durch Arbeitszwang dazu benutzt, die
Löhne radikal zu drücken; das ist systematische Ausbeutung durch Hartz IV!
So werden keine neuen Arbeitsplätze geschaffen - im
Gegenteil: Arbeitslose werden billig aus der Statistik be“fördert“.
Unternehmen, denen mit Hilfe der Hartz-Gesetze
billigste Arbeitskräfte angeboten werden, senken ihre Lohnkosten. Was
staatlich geförderte, flächendeckende Ausbeutung und Repression für die
Einen ist, bedeutet steigende Profite für die Anderen und forciert Lohn-,
Rechts- und Sozialdumping!
Darum lehnen wir die Agenda 2010, die
Hartz-Gesetze und
Ein-Euro-Jobs rigoros ab!

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