Aus: „Kollegen von Daimler informieren“ Nr. 471 vom 07.10.2004
Gemeinsam
gegen
Hartz IV und den ganzen
Agenda 2010 - Mist
„....Das eine massive
Ausdehnung der Proteste und des Widerstandes bis hin zu Streiks notwendig ist,
um den größten Angriff auf unsere Lebens- und Arbeitsverhältnisse
und Rechte seit dem 2. Weltkrieg zu stoppen, dass war schon vorher klar. .......
es wird eine massive Ausdehnung der Proteste und des Widerstandes bis hin zu
Streiks geben müssen, der Widerstand wird mindestens Ausmaße erreichen
müssen wie zuletzt in Italien, Frankreich, Spanien und Österreich.
Und jeder wird sich bewegen müssen, denn die einzigen, die verschont werden sind die Reichen – die Sozial-Räuber verstehen jedes ausbleiben von Widerstand, ja sogar Äußerungen wie: „man verschließe sich nicht vor Reformen, aber sie müssten gerecht sein“, nur als Einladung den Sozialkahlschlag nur noch schneller und brutaler durchzuführen.........“ (aus: Kollegeninfo Nr.460, nach der Demonstration am 1.11.2003 in Berlin)
Die letzten Monate haben
die damalige Aussage inzwischen jawohl für jeden sichtbar mehr als bestätigt.
100 000 in Berlin und 500 000 in Deutschland beim europäischen Aktionstag
im April schienen die Sozial-Räuber wenig zu beeindrucken. Erst das Einsetzen
der Montagsdemos veranlaßte die große Koalition aus SPD/Grüne/CDU/CSU/FDP
etwas vorsichtiger zu agieren – etwas Kosmetik an Hartz IV wurde betrieben,
weitere Verschlechterungen der Gesundheits“reform“ erst einmal zurück
gestellt.
Auch in Bremen wurde das Bremer Bündnis gegen den Sozialkahlschlag wieder
aktiv und organisierte inzwischen die 8. Montagsdemo.
Treffen jeden Montag
um 17.30 Uhr auf dem Bremer Marktplatz.
Auf den Demonstrationen
nerven die vereinzelten „Wir sind das Volk“ – Rufe, weil es
ja nun wirklich nicht darum geht das „Volk geärgert wird“ sondern
darum, daß hier Unternehmer und in deren Auftrag Regierung und Opposition
eine gigantische Umverteilung von unten nach oben durchziehen, frei nach dem
Motto: den Armen nehmen und den Reichen geben.
Immer wieder erfrischend
an diesen Demos ist die Organisation und der Ablauf – es gibt eben keine
Partei -oder Organisationsreden sondern am offenen Mikrofon kann jeder 3 Minuten
jeder seine Meinung sagen. Da müssen sich anwesende PDS-Mitglieder dann
auch schon mal anhören, daß man sich zwar freut das sie da sind ihre
Partei im Berliner Senat aber doch auch den Sozialraub betreibe.
Anders als in vielen anderen
Städten hielten sich bisher aber sowohl die offizielle IG Metall, als auch
ihre bekannteren Funktionäre von diesen Montagsdemos fern – können
sich die Bremer Spitzenfunktionäre immer noch nicht von einer falschen
Rücksichtnahme auf die SPD lösen? (Immerhin und erfreulich: unsere
Vertrauenskörperleitung hat in der „Kopfstütze“ am 30.9.
zur Teilnahme an den Montagsdemos aufgerufen.)
Egal, warum die Unterstützung durch die IG Metall bisher schleppend lief – Montagsdemos allein werden den Raubzug der Sozialräuber auch nicht stoppen (siehe oben aus Kollegeninfo Nr. 460) – wer von dem Raubzug genug hat, der sollte nicht darauf warten das andere etwas tun sondern sich selber bewegen und jede Gelegenheit zum Protest nutzen, denn siehe oben.......
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